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Montangeschichtlicher Verein
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Fuchsfloßofen | Drucken |
Lage

Schottenau; GNr. 899, KG St. Johann am Pressen

Wertigkeit

Denkmalschutz

Geschichte

Im Jahre 1768 erhielt die "Compagnie Rauscher" die Konzession zur Errichtung des Fuchsfloßofens, ihr zweiter Hochofen im Mosinzgraben. Dafür mußten 3 Stucköfen, darunter die alte Fuchsstuckhütte, stillgelegt werden. Auf einem quadratischen Gestell ruht der runde Ofenschacht, der im Kohlensack eine lichte Weite von 1,17 m erreicht. Darauf folgt die Gicht mit ebenfalls quadratischem Querschnitt. Die Gesamthöhe des Ofens vom Boden bis zur Gicht beträgt 4,74 m (ohne Rauchhaube). 1775 wurden in diesem Hochofen 4103 Zentner (229.768 kg) Roheisen erzeugt und pro Meiler 8.0442 m3 Kohle verbraucht. In den Jahren 1790 und 1791 wurde die Pfannerhütte, der erste Mosinzer Hochofen der Gebrüder Rauscher, vergrößert und erreichte dadurch eine so große Schmelzleistung, daß der Fuchsfloßofen bereits 1792 wieder stillgelegt werden konnte ohne wesentliche bauliche Veränderung erfahren zu haben; lediglich das Formgewölbe im Süden wurde vermutlich schon während der Betriebszeit sorgfältig verschlossen. Der Ofen stellt daher ein wertvolles montanhistorisches Denkmal aus der Zeit Maria Theresias dar.

Sanierung

Mit Zustimmung des Grundbesitzers wurde das Mauerwerk des Fuchsfloßofens im Jahre 1985 durch Mitglieder des Vereines ausgebessert, von Bewuchs gesäubert und die Mauerkronen durch armierten Beton geschützt.

2003 war es wieder soweit: der Bewuchs setzte dem ehrwürdigen Mauerwerk bereits wieder zu und musste dringend entfernt werden.

Leider verfügten die Feuerwehren der Gemeinde über keine ausreichend lange Leiter. Über Vermittlung von Bürgermeister Schratter erklärte sich der Malermeister Smolle aus Straßburg sofort bereit, seine 12 m lange Leiter nicht nur kostenlos dem Verein zur Verfügung zu stellen, sondern auch An- und Abtransport persönlich zu bewerkstelligen! Unser herzlicher Dank dafür!
Wie der Aufnahme zu entnehmen ist, war zwar auch diese Leiter etwas zu kurz, die wichtigsten Arbeiten konnten aber dennoch ausgeführt werden. Auch die unmittelbare Umgebung wurde von Unterholz und Strauchwerk gesäubert, damit der Ofen „Luft“ bekam und von der Straße nach Mosinz wieder gut zu sehen ist.
Den gefährlichsten Teil der Arbeiten übernahm der schwindelfreie Hermann Seiser. Ihm zur Seite standen (in alphabetischer Reihenfolge): Adolf Daniel, Kurt Dieber, Karl Hatz und Kurt Pucher.
Ihnen allen herzlichen Dank für Ihren Einsatz!








Literatur

2500 Jahre Eisen aus Hüttenberg. Eine montanhistorische Monographie; Kärntner Museumsschriften Bd. 68, Klagenfurt 1981
Friedrich Münichsdorfer: Geschichte des Hüttenberger Erzberges. Fotomechanischer Nachdruck der Originalausgabe 1870. A18: H. Schenn, F.H. Ucik: Die Entwicklung des Hüttenberger Bergbaues und seines Umfeldes seit 1870; Klagenfurt 1989
Wehdorn, M.: Die Baudenkmäler des Eisenhüttenwesens in Österreich.
Technikgeschichte in Einzeldarstellungen. Verein deutscher Ingenieure. Nr. 27, 1977 Dinklage, K.: Geschichtliche Entwicklung des Eisenhüttenwesens in Kärnten. Radex-Rundschau, 1954, Heft 7/8
Wießner, H.: Geschichte des Kärntner Bergbaues, III. Teil: Kärntner Eisen. Archiv f. vaterländ. Geschichte u. Topographie 41/42. Bd., Klagenfurt 1953



 


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