Der Pulverturm auf der Stoffenhöhe Lage Nordwestlich von Knappenberg, GNr. .33/4
Wertigkeit
Denkmalschutz
Geschichte
Der Pulverturm auf der Stoffenhöhe wurde im Jahre 1873 im Tudor-Stil für die Verwahrung von Schwarzpulver erbaut. Mitte der 20er Jahre begann sich der Turm durch großflächige Hangbewegungen und Rutschungen im Bereich des Knappenberger Bergschadensgebietes zu neigen und ein Riss durchzog das gesamte Mauerwerk vom Fundament bis zur Krone. In den Folgejahren wurden die Schäden vor allem durch Frost und Wurzeldruck immer größer, die talseitigen Zinnen stürzten herab, die Ziegel der Kronenverzierung lockerten sich und der Riss im Natursteinmauerwerk wurde durch Herausbrechen von Steinen immer breiter. Eine Sanierung dieses wertvollen Montandenkmales wurde von Jahr zu Jahr dringlicher.
Sanierungsarbeiten
Bereits 1991 hat der Montangeschichtlicher Verein Norisches Eisen (vormals "Freunde des Bergbaumuseums Schaubergwerk Hüttenberg") um Rat und Subvention des Bundesdenkmalamtes angesucht und auch zugesichert bekommen. Aus verschiedenen Umständen konnte mit den Sanierungsarbeiten allerdings erst im Frühjahr 1997 begonnen werden.
Folgende Arbeiten im Ausmaß von insgesamt rd. 220 Stunden wurden vom 15.4. bis 10.5.1997 von Mitgliedern des Montangeschichtlichen Vereines Norisches Eisen ehrenamtlich durchgeführt:
· Einrüsten des Turmes - an der Außenseite im talseitigen Abschnitt durch ein Holzgerüst, im Inneren des Turmes durch ein Eisengerüst. · Ausmauern des talseitigen Risses mit Natursteinen bzw. im Bereich der Fensteröffnung und der Rosette mit originalem Ziegelmaterial. · Im Kronenbereich: abklauben und wieder aufmauern der losen Ziegel, Entfernung des Bewuchses (Gräser, Buschwerk und Lärchen) und des angewehten Erdreiches. · Vermörtelung der Krone durch eine Trasskalk-Zement-Mischung. · Der verrottete Kuhdung am Innenboden und die herabgestürzten Mauerteile im Inneren des Turmes wurden entfernt und durch eine Kiesbedeckung ersetzt · Ausgraben des Turmes an der Bergseite und Sanierung des durch Feuchtigkeit und Wurzeldruck schwer geschädigten Ziegelgesimses oberhalb des Steinfundamentes. · Eine eiserne Gittertüre zur Sicherung des Turmes wurde angebracht. · Auf die ursprünglich geplante Sicherung des Turmes durch einen Eisenring konnte nach Ansicht der Sachverständigen vorerst verzichtet werden, da die Bodenbewegungen offensichtlich zum Stillstand gekommen sind. Sollten jedoch die angebrachten Glasspione ein Wiederaufleben der Bewegungen anzeigen, so kann diese Maßnahme auch nachträglich durchgeführt werden. Auch der Wiederaufbau der abgestürzten Zinnen wurde vom Bundesdenkmalamt abgelehnt um den ruinösen Charakter des Turmes zu erhalten.
Die Mitarbeiter in alphabetischer Reihenfolge: Daniel Adolf, Dieber Alexander, Dieber Kurt, Gaugg Alfred, Pucher Kurt, Schenn Hubert, Seiser Hermann
Pulverturm in Großkoll Lage  Südöstlich von Großkoll am Weg nach Knappenberg, GNr. 39/1, KG St. Johann am Pressen
Wertigkeit
Denkmalschutz
Geschichte
Mit der Einführung des Pulversprengens im Bergbau wurden möglichst abseits von anderen Betriebsgebäuden oder bewohnten Objekten zahlreiche Pulvertürme zur sicheren Aufbewahrung des Schwarzpulvers errichtet. Ein genaues Errichtungsjahr für diesen Turm ist nicht mehr eruierbar.
Sanierung
Im Jahre 1989 wurde der Pulverturm in Großkoll durch Mitglieder des des Montangeschichtlichen Vereines (damals "Freunde des Bergbaumuseums Schaubergwerk Hüttenberg) mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Knappenberg und unter Beiziehung der Baufirma Breitenhuber saniert.
Literatur
2500 Jahre Eisen aus Hüttenberg. Eine montanhistorische Monographie. Kärntner Museumsschriften, Bd. 68, Klagenfurt 1981
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