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Montangeschichtlicher Verein
   "Norisches Eisen"

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Der Montangeschichtliche Verein Norisches Eisen wurde im Jahre 1975 von engagierten Angehörigen des Bergbaubetriebes unter dem Namen "Freunde des Bergbaumuseums Hüttenberg" gegründet. Erster Obmann des Vereines war Stefan Willi Kleer, sein Stellvertreter Hubert Schenn, als Schriftführerin war Ingrid Robitschko geb. Gitschtaler und als Kassier Adolf Daniel tätig. Zielsetzung des Vereines war die Gründung und Führung eines Bergbaumuseums, um bergmännisches, lagerstättenkundliches und markscheiderisches (bergbauvermessungstechnisches) Inventar möglichst vollständig auch nach der sich zu diesem Zeitpunkt bereits abzeichnenden Schließung des traditionsreichen Eisensteinbergbaues Hüttenberg erhalten zu können. Im Mittelpunkt des Bergbaumuseums, das in den Räumen der ehemaligen Bäckerei Bergmoser am Hauptplatz von Hüttenberg eingerichtet und im Frühjahr 1977 eröffnet wurde, stand die Mineralien – Schausammlung des Betriebes, die bereits Jahre zuvor vom bekannten Mineralogen Univ. Prof. Dr. Meixner während seiner langjährigen Tätigkeit im Bergbau zusammengestellt und wissenschaftlich betreut wurde.


Im Jahre 1976 wurde der endgültige Beschluß zur Schließung des Bergbaues durch den Vorstand der Voest – Alpine AG verkündet und am 30. Juni 1978 die Produktion eingestellt. Im Laufe der Schließungsarbeiten des Bergbaubetriebes von 1978 bis 1980 – seit 1978 war Hermann Seiser Obmann des Vereines - wurden Teile des "Grubengebäudes" (darunter versteht man die Gesamtheit der Stollen, Schächte und Abbauhohlräume eines Untertage – Bergbaues) zu einem Schaubergwerk ausgebaut, das schließlich am 10. August 1980 unter großer Anteilnahme der ehemaligen Bergleute und im Beisein zahlreicher Gäste feierlich eröffnet werden konnte. Gleichzeitig wurde das Bergbaumuseum wesentlich erweitert und von Hüttenberg nach Knappenberg direkt neben den Schaustollen in die ehemalige Bergdirektion übersiedelt. Auch der Vereinsname wurde durch den Begriff "Schaubergwerk" erweitert. Als Träger von Bergbaumuseum und Schaubergwerk fungierte die Gemeinde Hüttenberg, Leiter wurde der Vereinsobmann Hermann Seiser und die Tätigkeit des Vereines verlagerte sich neben der Unterstützung und fachlichen Betreuung der Museen bereits in verstärktem Maße auf die Sanierung und Restaurierung von montangeschichtlich wertvollen Objekten.

In dieser für die Region so schweren Zeit nach der Schließung des Bergbaues waren es vor allem hervorragende Wissenschafter, die dem Museum, dem Verein und der ganzen Region durch ihre Arbeiten Unterstützung und Zuversicht gaben. Um nur einige zu nennen: Univ. Prof. Dr. Eberhard Clar, der bereits nach dem 2. Weltkrieg als Gründer und Leiter der Lagerstättenforschungsstelle der ÖAMG durch die Entdeckung des "Gossener Lagers" die Vorratsbasis des Bergbaues auf Jahrzehnte sicherte und nun dem Verein und dem Museum mit fachmännischem Rat und als Autor wissenschaftlicher Schriften zur Seite stand; Dr. Hans-Jörg Köstler als Verfasser zahlreicher Publikationen über die Hüttenanlagen in den Tälern nördlich und südlich des Hüttenberger Erzberges; Dr. Friedrich Ucik durch seine grundlegenden Arbeiten über die Montandenkmäler der Region, Dr. Günther Biermann, der die Bergmannsfeste, im Besonderen den Hüttenberger Reiftanz wissenschaftlich bearbeitete; der Mineraloge Dr. Gerhard Niedermayr und viele andere mehr.

Die Hochofenanlagen in Heft wurden 1981 vom Verein erworben und vorerst vom dichten und zerstörerischen Bewuchs befreit. Unter fachlicher Betreuung und Beratung durch Dr. Hans-Jörg Köstler wurde ein montanhistorischer Wanderpfad durch die historischen Anlagen eingerichtet, der anschließend mit tatkräftiger Hilfe der Marktgemeinde Hüttenberg und der Freiwilligen Feuerwehr Knappenberg um die alte Trasse der Werksbahn von der Albert-Halde zum Eisenwerk Heft erweitert wurde. In den Folgejahren erfassten die montanhistorischen Wanderwege schließlich das gesamte Gebiet des Hüttenberger Erzberges und erschlossen dem interessierten Wanderer die zahlreichen noch vorhandenen Zeugen einer langen und wechselvollen Montangeschichte. Die Lehrpfadführer verfassten Dr. Hans-Jörg Köstler – für die Anlagen in der Heft – und Univ. Prof. Dr. Eberhard Clar.

In der Folge wurden die Hochofenanlagen mit Mitteln der Berggebiets-Sonderaktion des Bundeskanzleramtes, der Obersten Bergbehörde, des Bundesdenkmalamtes, des Landes Kärnten und mit Sachspenden der Wietersdorfer Zementwerke durch die Fa. Breitenhuber komplett saniert. Das desolate Mauerwerk wurde ausgebessert, die Zinnen teilweise saniert, meist aber wiederhergestellt und die Mauerkronen – wie auch die des sog. "Erzkastens" – durch eine armierte Betonschicht gegen eindringende Niederschlagswässer und Wurzeldruck gesichert.

Weitere Sanierungsarbeiten dieser Jahre betrafen das Rudolfsdenkmal, den Fuchsfloßofen, die Erzquetsche in Lölling und den Pulverturm in Großkoll.

Für die Kärntner Landesausstellung 1995 wurden die Hefter Anlagen an das Land Kärnten verkauft. Der langjährige Vereinsobmann Hermann Seiser übergab seine Funktion 1993 an Mag. Stefan Zoltan. Nach der Übergabe der Museumsbetriebe an die private Betreibergesellschaft "Norevent" (Geschäftsführer Mag. Stefan Zoltan) im Jahre 1996 wurde Manfred Hohn zum Obmann des Vereines gewählt. Unter seiner Leitung löste der Verein seine enge Bindung an Bergbaumuseum und Schaubergwerk und konzentrierte sich mehr auf die Erhaltung und Restaurierung montangeschichtlich wertvoller Objekte. Auch in der Namensänderung in "Montangeschichtlicher Verein Norisches Eisen" und in einer Modifizierung der Vereinsstatuten kam diese Verselbständigung zum Ausdruck. 1996 wurde das in einem bedauernswerten Zustand befindliche Albert Maschinhaus mit dem technischgeschichtlich wertvollen Kompressor aus dem Jahre 1917 und dem Mundloch des Albert-Stollens vom Verein erworben und in den Folgejahren mit beträchtlichem Aufwand wieder instand gesetzt.

Weitere Projekte während der Obmannschaft von Manfred Hohn betrafen die von der Bevölkerung viel beachtete Sanierung der Barbarakapelle auf der Lölling-Sonnseite sowie die Sicherung des Pulverturms auf der Stoffener Höhe.

Als im Jahre 2000 die Marktgemeinde Hüttenberg die Führung der Museumsanlagen wieder übernahm und im Rahmen des neugeschaffenen "Museums & Naturpark Hüttenberg" weiterführte (Geschäftsführer Bürgermeister Rudolf Schratter), schien die Zeit für eine wieder engere fachliche und personelle Bindung des Vereines an Schaubergwerk und Bergbaumuseum gekommen.

Im März 2009 wurde folgender neuer Vorstand einstimmig gewählt:

Obmann: Dr. Kurt Dieber
Stellvertreter: Andreas Käferböck
Kassier: Roland Jörg
Stellvertreter: Kurt Pucher
Schriftführer: Rudolf Schratter
Stellvertreter: Alois Brunner
Rechnungsprüfer: Hubert Schenn, Roman Grabner

 


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